Lachhaft oder auch nicht

Achtung: Dieses Thema gibt es schon mal weiter oben unter "Noch mehr". Ich muss gelegentlich schauen, ob diese Seite nicht eingentlich eine Entwurfsseite war, vor allem muss ich schauen, welche Unterschiede diese "Doppel" aufweisen.


 

Lach-Haft - oder auch nicht

   
       
Eine wahre Geschichte, sozusagen ein Fallbericht:


Evi besucht zum ersten Mal  ein Myasthenie Zentrum.
Herr Professor unterbricht Evis Bericht schon im ersten Ansatz.
Für ihn sei nur wichtig, was er sehe.



Evi fragt sich seitdem, wie sie ihn von ihrer Blaseninkontinenz überzeugen kann.
(Nur Mut Evi! Beweis es ihm! Er fordert es heraus!! F.M.).

 

Herr Professor müsse zuerst feststellen, ob Evi überhaupt NOCH LEMS habe.
(Für alle, die sich nicht auskennen: MG und LEMSsind nicht heilbar.):

Die daraufhin angeordnete elektrische Serienstimulation (EMG)  führt eine MTA aus.
Die Elektroden setzt vorher ein "Praktikant" (so nennt er sich).
Evi ist so platt, dass sie zu fragen vergisst, ob der Praktikant sich nun schon sicher sei,
dass er ein Medizinstudium beginnen wolle.

(Viellicht ein "ZIVI"??? Die Kliniken müssen ja sparen. F.M.)

 

Ergebnis der Serienstimulation:  "Vereinbar mit MG"

 

 

 

 


 

 

Das Leben ist "gemischt". Wie wir die Mischung  "sortieren", empfinden, sehen, beurteilen liegt weitgehend an uns.   
Was und wen stellen wir in den Vordergrund?

 

Welche Lebenseinstellung, die positive Auswirkungen auch auf die Besserung meiner Behinderung haben kann, will ich einüben? Eine, die zumindest meine Behinderung nicht verschlimmert?

 

LEMS-Beschwerden können  - wie viele andere Erkrankungen auch -  "fluktuieren", d. h. sie sind

 

                                   objektiv  mal so - mal so - mal soso!
                                   Subjektiv: Immer soso oder nicht einmal soso"?

 

Mal hoch, mal tief / mal tief, aber auch wieder hoch!!!

"Fluktuierende" (wechselhaft schwer auftretende) Beschwerden, wie vorübergehende oder situationsbedingte Lähmungen, können tröstlich bewertet werden (morgen...), oder wären Sie lieber dauerhaft gelähmt?

 

                                   Der Eine, die Andere kann "nur wenige" Schritte gehen.

                                   Die Eine, der Andere kann "doch einige" Schritte gehen.

                                   Manche/r kann  zum Glück/ Gott sei Dank (Fort-) Schritte machen.
                                   Gestern waren es weniger - morgen werden es mehr sein.

©evi.denz-at-gmx.net

 

 



 

 

Besonders schön! -
 Bitte anklicken:


SelbsthilfeArt

 

oder:


Kunst von Menschen in Göttinger Selbsthilfegruppen



 

 


 

 

 

GLOSSEN und andere ernste - oder auch nicht - Fundstücke.

 

 

LINKS zu Videoproben von Norbert Peter und Ronny Teutscher:

 

http://www.peter-teutscher.at/web/zigarette.html

 

http://www.peter-teutscher.at/web/krankenhauspyramide.html

 

 

und "Sprüche" des Kabarettistenduos:

 

 

"Kann man einen Arzt, der nicht mit seinen Patienten redet, von seiner Schweigepflicht befreien?"


"Eingriff ist die beste Verteidigung"

 

 

Kolumnen in der Ärztewoche zum Thema "Nebenwirkungen"
 Autor: Dr. med. Ronny Teutscher, praktizierenden Arzt und Kabarettist.

 

Ärztewoche 44/2009 am 29. Oktober 2009: "NebenWirkungen: Das mediozentrische Weltbild"

"Die philosophische Betrachtung der Strukturen in unseren Krankenanstalten lässt nur den Schluss zu, dass zu viel Denken kontraproduktiv ist [*]. Es braucht klar definierte Weltbilder, um sich zurechtzufinden. ...."

"So berichtet man vielerorts vom Vorherrschen eines oberschwesternzentrierten Weltbildes. Sowohl Patienten als auch Jungärzte werden hier als systemstörende Faktoren in Kauf genommen, die bei der ohnehin schon komplizierten Umsetzung der Routinearbeit im Weg rumstehen. Das patientenzentrierte Weltbild hat sich naturgemäß nicht durchgesetzt..."


 

Geantwortet hat Univ. Prof. Kurt Alois Ebeleseder. Ärztewoche 44/2009  am 30.10.2009  Ärztewoche 44/2009:

"Es fällt auf, dass immer mehr Mediziner Kabarettisten werden. Wahrscheinlich um das, was sie jahrelang berufsbedingt geübt haben, nun endlich auch prublikumswirksam an den Mann zu bringen."

 

 

* Das mit dem (vernachlässigten) Denken trifft natürlich in gleichem Maße für alle anderen Menschen zu, auch - oder gerade dann? - wenn diese  Patienten sind. Motto: "Leiden statt Denken", wie die folgenden Beispiele aus einem Forum beweisen:

 

 

(1) "Multiple Sklerose ist nun mal keine seltene, komplizierte Myasthenie, die jeden Tag eine andere Seite zeigen kann, ob gut oder schlecht. Und wo jeder Patient seine ganze eigene Myasthenie hat, die sich vom "Kollegen" deutlich unterscheiden kann.  ;D"

(2) "...sollte man mindestens 80% aG erhalten. Ich kenne Patienten, die haben ein leicht lediertes Knie, und haben damit 60%, Wahnsinn...". - Gemeint ist sicherlich kein ledernes Knie, sondern wahrscheinlich ein lädiertes Knie (Knie mit Läsion). -

"Wahnsinn"?



 

© Evi 1: Zum Glück "fluktuiert" meine Erkrankung. So verzweifle ich nicht, wenn ich einmal "ganz unten" bin, weil ich zuversichtlich bin, dass es, wie bisher, auch wieder "aufwärts" geht. In Leid "versinken" hilft niemandem. Stellen Sie sich den Globus vor und die Stelle, auf der Sie sich befinden. Diese Stelle bedeutet für Sie ein Glücksfall! Stellen Sie vielleicht doch mal eine Liste auf, woraus sich dieses Glück zusammensetzt:

Dach über dem Kopf - ein warmes Bett - ausreichend zu essen - Medikamente und und und... für manche auch noch Luxus darüber hinaus.

 

Dankbarkeit macht glücklich!

 

© Evi 2: "Wahnsinn"? Stimmt: Krankenkassen könnten viel Geld sparen, wenn sie ein paar flotte Laiengutachter einsetzten. Da bestände allerdings die Gefahr, dass diese sich gegenseitig "fetzen":  "Ich bin doch viel kränker als du, als ihr alle........."

 

 

Zu (1) - Neid führt zu ungerechten Vergleichen.

 

Wer glücklich sein will, sollte sehen, wie er etwas für sich und besonders für andere Menschen tun kann, statt gegen andere Menschen.

 

 

Neidvolle BLINDE VERGLEICHE machen unglücklich und bösartig.



Wie jemand mit dem Lambert-Eaton-Syndrom (ohne Krebs!) neidvoll auf Menschen mit  Multipler Sklerose blicken kann, ist wohl nur damit zu erklären, dass man sich selbst eventuell gern als Märtyrer der Welt sieht.

Hier ein Auszug aus den Leitlinien für die Multiple Sklerose:

 

"Die Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste neurologische Erkrankung, die im jungen Erwachsenenalter zu bleibender Behinderung und vorzeitiger Berentung führt. Es handelt sich um eine immunvermittelte chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die histopathologisch in unterschiedlicher Ausprägung zu Demyelinisierung und axonalem Schaden führt. Verschiedene histopathologische Muster der Entmarkung wurden bei der Untersuchung aktiv demyelinisierender Läsionen von MS-Patienten gefunden (Lassmann et al. 2001). Man unterscheidet unterschiedliche Stadien und Verläufe."

Quelle: Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie; 4. überarbeitete Auflage 2008,S. 654 ff, ISBN 978-3-13-132414-6; Georg Thieme Verlag Stuttgart

 

 


 

©Evi.Denz:
"Ach un Weh treckt den Wagen nich."

 

 


 

 

Phil Hubbe bemitleidet sich wohl kaum, er verdient sein Geld mit Cartoons:

 

http://hubbe-cartoons.de/

 

Schauen Sie doch auch hier mal vorbei und treffen Sie Phil Hubbe:

Ausstellung "Behinderte Cartoons - Lachen erlaubt"


    * Noch bis 09. April 2010                                                   im Rathaus Neubrandenburg.


 

Ausstellung "Mit Behinderungen ist zu rechnen..." 


    * 19. April bis 29. April 2010:  Diakonisches Werk Hamburg


 

 

 


 

 

"Der innere Schweinehund ist ein ganz besonders fieses Tier.
Er ist tief und fest in uns verankert und verhindert,
dass wir simple Erkenntnisse in die Praxis umsetzen...

...mittlerweile sollte allen klar sein:
Bewegen, Obst und Gemüse essen, nicht rauchen und nur mäßig Alkohol trinken - das kann wie ein Jungbrunnen wirken...

Die Pille für anstrengungsfreie Gesundheit gibt es nicht!

Wir sind nicht nur des Glückes, sondern auch der [naja: verbesserten. FM] Gesundheit eigener Schmied."

Quelle: Michael Huber in Ärzte Zeitung 22. März 2010-

 




 

 

 


Glatze und Prostata: Alles hat mindestens zwei Seiten.

"Wenn Männer mit 30 Jahren schon eine Glatze kriegen, dann ist offenbar ihr Risiko für Prostatakrebs verringert. Das haben US-Forscher bei knapp 2000 Männern im Alter zwischen 47 jahren herausgefunden."

Quellen: Ärztezeitung 17.03.2010 Cancer Epidemiology, online

 

 


 

 

""Eine junge Patientin wird im OP extubiert.Nach kurzem Husten schließt sie die Augen und schläft weiter.
Der Anästhesist wendet sich nun von der Patientin ab und der Anästhesieschwester zu:

 

 

"Den (Laser-)Tubus nicht wegwerfen, geben Sie ihn zum Sterilisieren!".

 

 

In diesem Moment richtet sich die Patientin auf, und mit angstweiten Augen ruft sie:

„Nicht sterilisieren! Nicht sterilisieren!".

 

Die Patientin kann beruhigt und über den Sachverhalt aufgeklärt werden,weil sie sich geäußert hat.""

 

Quelle: E. Hansen (Regensburg) und C. Bejenke (Santa Barbara, Kalif.): Negative und positive Suggestionen in der Anästhesie. Verbesserte Kommunikation mit ängstlichen Patienten bei Operationen.Anästhesist 2010.59:199-209.

 

"extubieren": Beatmungsschlauch entfernen.

 

 

 


 

„Der Vorstandschef des Medizintechnik-Herstellers B. Braun, Professor Ludwig Braun, hat sich dafür ausgesprochen, mittels 'moderner Technik' den Personalbedarf in Krankenhäusern zu reduzieren. Wäre er Bundesgesundheitsminister, würde er klare Forderungen aufstellen, auf welchen Wert die Personalkostenquote in den kommenden Jahren zu senken sei, sagte Braun bei den 'Kasseler Gesundheitstagen'".

Quelle: Ärztezeitung vom 23. März 2010.

 

 

 


 

 

Das Medical Centre in Washington DC hat untersucht, inwieweit Medizinstudenten im Internet ihre Schweigepflicht verletzen:
 
 Studenten stellten „diskriminierende Kommentare ins Netz, es seien aber auch sexuelle Andeutungen (in 38 Prozent der Fälle) und vulgäre Ausdrücke aufgetaucht. Noch schlimmer: 13 Prozent der Dekane gaben an, dass ganz klar das Patientengeheimnis verletzt worden war. Studenten hatten etwa in Blogs klinische Erfahrungen mit Patienten veröffentlicht und zwar mit genügend Details, um die Patienten zu identifizieren."

Quelle: Ärzte Zeitung, 19.03.2010.