Lach-Haft - oder auch nicht

 

 

Das Leben ist "gemischt". Wie wir die Mischung  "sortieren", empfinden, sehen, beurteilen liegt weitgehend an uns.   
Was und wen stellen wir in den Vordergrund?

 

Welche Lebenseinstellung, die positive Auswirkungen auch auf die Besserung meiner Behinderung haben kann, will ich einüben? Eine, die zumindest meine Behinderung nicht verschlimmert? 

 

LEMS-Beschwerden können  - wie viele andere Erkrankungen auch -  "fluktuieren", d. h. sie sind

 

                                   objektiv  mal so - mal so - mal soso!
                                   Subjektiv: Immer soso oder nicht einmal soso?

 

                                   Der Eine, die Andere kann "nur wenige" Schritte gehen.

                                   Die Eine, der Andere kann "doch einige" Schritte gehen.

                                   Manche/r kann  zum Glück/ Gott sei Dank (Fort-) Schritte machen.
                                   Gestern waren es weniger - morgen werden es mehr sein.

©evi.denz-at-gmx.net

 

 


 

 

GLOSSEN und andere ernste - oder auch nicht - Fundstücke.

 

 

LINKS zu Videoproben von Norbert Peter und Ronny Teutscher:

 

http://www.peter-teutscher.at/web/zigarette.html

 

http://www.peter-teutscher.at/web/krankenhauspyramide.html

 

 

und "Sprüche" des Kabarettistenduos:

 

 

"Kann man einen Arzt, der nicht mit seinen Patienten redet, von seiner Schweigepflicht befreien?"


"Eingriff ist die beste Verteidigung"

 

 

Kolumnen in der Ärztewoche zum Thema "Nebenwirkungen"
Autor: Dr. med. Ronny Teutscher, praktizierenden Arzt und Kabarettist.

 

Ärztewoche 44/2009 am 29. Oktober 2009: "NebenWirkungen: Das mediozentrische Weltbild"

"Die philosophische Betrachtung der Strukturen in unseren Krankenanstalten lässt nur den Schluss zu, dass zu viel Denken kontraproduktiv ist [*]. Es braucht klar definierte Weltbilder, um sich zurechtzufinden. ...."

"So berichtet man vielerorts vom Vorherrschen eines oberschwesternzentrierten Weltbildes. Sowohl Patienten als auch Jungärzte werden hier als systemstörende Faktoren in Kauf genommen, die bei der ohnehin schon komplizierten Umsetzung der Routinearbeit im Weg rumstehen. Das patientenzentrierte Weltbild hat sich naturgemäß nicht durchgesetzt..."

 

Geantwortet hat Univ. Prof. Kurt Alois Ebeleseder. Ärztewoche 44/2009  am 30.10.2009  Ärztewoche 44/2009:

"Es fällt auf, dass immer mehr Mediziner Kabarettisten werden. Wahrscheinlich um das, was sie jahrelang berufsbedingt geübt haben, nun endlich auch prublikumswirksam an den Mann zu bringen."

 

 

* Das mit dem (vernachlässigten) Denken trifft natürlich in gleichem Maße für alle anderen Menschen zu, auch - oder gerade dann? - wenn diese  Patienten sind. Motto: "Leiden statt Denken", wie die folgenden Beispiele aus einem Forum beweisen:

 

 

(1) "Multiple Sklerose ist nun mal keine seltene, komplizierte Myasthenie, die jeden Tag eine andere Seite zeigen kann, ob gut oder schlecht. Und wo jeder Patient seine ganze eigene Myasthenie hat, die sich vom "Kollegen" deutlich unterscheiden kann.  ;D" (2) "...sollte man mindestens 80% aG erhalten. Ich kenne Patienten, die haben ein leicht lediertes Knie, und haben damit 60%, Wahnsinn...". - Gemeint ist sicherlich kein ledernes Knie, sondern wahrscheinlich ein lädiertes Knie (Knie mit Läsion). -

"Wahnsinn"?

 

© Evi 1: Zum Glück "fluktuiert" meine Erkrankung. So verzweifle ich nicht, wenn ich einmal "ganz unten" bin, weil ich zuversichtlich bin, dass es, wie bisher, auch wieder "aufwärts" geht. In Leid "versinken" hilft niemandem. Stellen Sie sich den Globus vor und die Stelle, auf der Sie sich befinden. Diese Stelle bedeutet für Sie ein Glücksfall! Stellen Sie vielleicht doch mal eine Liste auf, woraus sich dieses Glück zusammensetzt:

Dach über dem Kopf - ein warmes Bett - ausreichend zu essen - Medikamente und und und... für manche auch noch Luxus darüber hinaus.

 

Dankbarkeit macht glücklich!

 

© Evi 2: "Wahnsinn"? Stimmt: Krankenkassen könnten viel Geld sparen, wenn sie ein paar flotte Laiengutachter einsetzten. Da bestände allerdings die Gefahr, dass diese sich gegenseitig "fetzen":  "Ich bin doch viel kränker als du, als ihr alle........."

 

Zu (1) - Neid führt zu ungerechten Vergleichen.

Wer glücklich sein will, sollte sehen, wie er etwas für sich und besonders für andere Menschen tun kann, statt gegen andere Menschen.


Neidvolle BLINDE VERGLEICHE machen unglücklich und bösartig.


Wie jemand mit dem Lambert-Eaton-Syndrom (ohne Krebs!) neidvoll auf Menschen mit  Multipler Sklerose blicken kann, ist wohl nur damit zu erklären, dass man sich selbst eventuell gern als Märtyrer der Welt sieht. Hier ein Auszug aus den Leitlinien für die Multiple Sklerose:

 

"Die Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste neurologische Erkrankung, die im jungen Erwachsenenalter zu bleibender Behinderung und vorzeitiger Berentung führt. Es handelt sich um eine immunvermittelte chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die histopathologisch in unterschiedlicher Ausprägung zu Demyelinisierung und axonalem Schaden führt. Verschiedene histopathologische Muster der Entmarkung wurden bei der Untersuchung aktiv demyelinisierender Läsionen von MS-Patienten gefunden (Lassmann et al. 2001). Man unterscheidet unterschiedliche Stadien und Verläufe." 

 

Quelle:
Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie; 4. überarbeitete Auflage 2008, S. 654 ff, ISBN 978-3-13-132414-6; Georg Thieme Verlag Stuttgart